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Quellblasenschnecke Physa fontinalis (DNZ) | Der flinke Resteverwerter Highlight

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Artikelnummer: SK0069398 Kategorie: Schlagwort:

Beschreibung

Quellblasenschnecke: Der flinke Resteverwerter mit Goldglanz

Die Quellblasenschnecke (Physa fontinalis) ist eine kleine, aber äußerst nützliche Süßwasserschnecke, die mit ihrem hübschen, linksgewundenen und oft golden schimmernden Gehäuse begeistert. Als robuste deutsche Nachzucht (DNZ) ist sie perfekt an Aquarienbedingungen angepasst und sehr pflegeleicht. Sie ist eine exzellente Resteverwerterin, frisst Futterreste, Algenaufwuchs und abgestorbene Pflanzenteile und trägt so aktiv zur Sauberkeit und Wasserqualität bei. Ihre flinke Fortbewegung macht sie zudem zu einem interessanten Beobachtungsobjekt in jedem Aquarium ab 10 Litern.

Steckbrief: Quellblasenschnecke (Physa fontinalis)

Wissenschaftlicher Name Physa fontinalis
Deutscher Name Quellblasenschnecke, Europäische Blasenschnecke
Herkunft Europa (Unsere Tiere sind deutsche Nachzuchten – DNZ)
Endgröße ca. 1,2 – 1,8 cm
Lebenserwartung ca. 1 – 2 Jahre
Temperatur 16 – 28 °C (sehr tolerant)
pH-Wert 6,5 – 8,5
Gesamthärte (GH) 5 – 30 °dGH
Karbonathärte (KH) ab 1 °dKH
Aquariengröße ab 10 Liter
Schwierigkeitsgrad Einfach
Liefergröße ab ca. 2-3 mm

Herkunft und Aussehen

Die Quellblasenschnecke ist in Europa heimisch und wird bei uns als robuste deutsche Nachzucht (DNZ) gehalten. Charakteristisch ist ihr linksgewundenes, tropfenförmiges Gehäuse, das oft einen schönen goldenen Schimmer aufweist. Die Grundfarbe kann von hellbeige bis dunkelbraun variieren. Der Weichkörper ist meist grau bis dunkel gefleckt. Mit einer maximalen Größe von unter 2 cm bleibt sie angenehm klein. Ihre fadenförmigen Fühler, an deren Basis die Augen sitzen, sind ständig in Bewegung.

Haltungsbedingungen im Aquarium

Physa fontinalis ist äußerst anpassungsfähig und stellt keine hohen Ansprüche an die Haltung. Sie kommt in Aquarien ab 10 Litern gut zurecht und toleriert ein sehr breites Spektrum an Wasserwerten, von weich bis hart. Regelmäßige Wasserwechsel tragen zur allgemeinen Wasserqualität bei und fördern die Vitalität der Schnecken, sind aber aufgrund ihrer Robustheit nicht übermäßig kritisch. Sie benötigt keine spezielle Einrichtung, schätzt aber Pflanzen und Oberflächen, von denen sie Aufwuchs abweiden kann.

Sozialverhalten und Vergesellschaftung

Die Quellblasenschnecke ist absolut friedlich und kann problemlos mit Garnelen aller Art, friedlichen Fischen und anderen Schneckenarten (außer Raubschnecken) vergesellschaftet werden. Sie stellt für keine anderen Aquarienbewohner eine Gefahr dar. Vorsicht ist lediglich bei schneckenfressenden Fischen (z.B. Kugelfische, manche Buntbarsche) oder Raubschnecken geboten.

Ernährung: Der unermüdliche Resteverwerter

Diese Schnecke ist ein wahrer Segen für jedes Aquarium, da sie sich hauptsächlich von dem ernährt, was sonst das Wasser belasten würde:

  • Futterreste von Fischen und Garnelen
  • Abgestorbene Pflanzenteile (Detritus)
  • Algenaufwuchs und Biofilme
  • Aas (verstorbene Kleinstlebewesen)

Eine gezielte Zufütterung ist in den meisten Gesellschaftsaquarien nicht notwendig. Falls gewünscht, nimmt sie gerne spezielles Schneckenfutter, Garnelenfutter oder überbrühtes Gemüse (z.B. Brennnessel, Spinat) an. Füttern Sie Gemüse nur sehr sparsam und entfernen Sie Reste zeitnah, um das Wasser nicht zu belasten.

Fortpflanzung: Gut kontrollierbar

Physa fontinalis ist ein Zwitter und kann sich bei guten Bedingungen relativ schnell vermehren. Sie legt kleine, gallertartige Laichballen mit mehreren Eiern auf Pflanzen und Oberflächen ab. Die gute Nachricht: Eine „Schneckenplage“ entsteht nur bei einem massiven Überangebot an Futter. Die Populationsgröße reguliert sich von selbst über die verfügbare Nahrung. Möchten Sie die Vermehrung eindämmen, reduzieren Sie einfach die Futtermenge im Aquarium.

Futterempfehlung

Obwohl meist keine Zufütterung nötig ist, können Sie Ihre Quellblasenschnecken gezielt unterstützen:

  • Für gesundes Gehäusewachstum: Eine gute Mineralienversorgung ist wichtig. Nutzen Sie Mineralfutter oder natürliche Quellen wie Seemandelbaumblätter.
  • Als Leckerbissen: Spezielles Schneckenfutter oder Naturfutter wird gerne angenommen.

Empfohlene Anzahl im Aquarium

Die Quellblasenschnecke vermehrt sich je nach Futterangebot. Eine Startpopulation kann wie folgt gewählt werden:

Aquariengröße (Liter) Empfohlene Startanzahl
ab 10 L 5–10 Schnecken
ab 30 L 10–20 Schnecken
ab 54 L 15–30 Schnecken

Bitte beachten Sie, dass sich die Population bei ausreichend Futter von selbst weiterentwickeln wird.

Lieferumfang

  • 1x Quellblasenschnecke (Physa fontinalis) – Deutsche Nachzucht (DNZ)
  • Hinweis zur Planarienfreiheit: Diese Schnecken stammen aus normaler Haltung. Für garantiert planarienfreie Tiere empfehlen wir unsere Quellblasenschnecken aus Quarantänehaltung.

Tom’s Tipp

Die Quellblasenschnecke ist einer meiner heimlichen Favoriten! Sie ist nicht nur hübsch mit ihrem goldenen Schimmer und der flinken Art, sondern auch unglaublich nützlich. Sie ist ein toller Indikator für die Futtermenge im Becken: Vermehren sie sich stark, füttere ich zu viel. Das hilft mir enorm, das Gleichgewicht zu halten, besonders in den Garnelenzuchtbecken. Und das Beste: Sie ist extrem robust, selbst in weichem Wasser hatte ich noch nie Probleme mit Gehäuseschäden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Quellblasenschnecke

Ist die Quellblasenschnecke eine „Plage“?

Nein, sie wird oft zu Unrecht als Plagegeist bezeichnet. Sie vermehrt sich zwar bei guten Bedingungen, aber eine Massenvermehrung ist immer ein klares Zeichen für ein Überangebot an Futter im Aquarium. Sie ist eher ein nützlicher Indikator und hilft, Futterreste zu beseitigen.

Wie kann ich die Vermehrung kontrollieren?

Die einfachste Methode ist die Reduzierung der Futtermenge. Weniger Futterreste bedeuten weniger Nahrung für die Schnecken, und die Population reguliert sich von selbst auf ein niedrigeres Niveau ein. Absammeln ist ebenfalls möglich, aber meist nicht nachhaltig, wenn die Ursache (zu viel Futter) bleibt.

Fressen Quellblasenschnecken gesunde Pflanzen?

Nein, gesunde Aquarienpflanzen stehen nicht auf ihrem Speiseplan. Sie bevorzugen eindeutig abgestorbene Pflanzenteile, Algenaufwuchs und Futterreste. Nur in extremen Hungersituationen könnten sie eventuell an sehr weichen Pflanzen knabbern, was aber selten vorkommt.

Sind sie sicher für Garnelenbabys?

Ja, absolut. Quellblasenschnecken sind reine Resteverwerter und stellen keinerlei Gefahr für Garnelen dar, egal wie klein diese sind. Sie sind perfekte Mitbewohner für Garnelenaquarien.

Was ist der Unterschied zu Posthornschnecken?

Quellblasenschnecken haben ein linksgewundenes, tropfenförmiges Gehäuse und fadenförmige Fühler. Posthornschnecken haben ein flaches, scheibenförmiges, rechtsgewundenes Gehäuse und dickere, dreieckige Fühler. Beide sind gute Resteverwerter.

Brauchen sie eine Heizung im Aquarium?

Nicht unbedingt. Sie sind sehr temperaturtolerant und kommen auch bei Zimmertemperatur (ab ca. 16°C) gut zurecht. Wärmere Temperaturen (bis 28°C) fördern jedoch ihre Aktivität und Vermehrungsrate.

Mein Schneckengehäuse sieht löchrig aus, was tun?

Löcher oder weiße Stellen im Gehäuse deuten auf Mineralienmangel hin, oft verursacht durch zu weiches oder saures Wasser. Sorgen Sie für eine ausreichende Karbonathärte (KH über 1) und bieten Sie mineralhaltiges Futter oder Mineralsteine an.

Wie erkenne ich den Laich der Quellblasenschnecke?

Sie legen kleine, ovale bis bohnenförmige, gallertartige und durchsichtige Laichballen ab, die meist an Pflanzenblättern oder der Aquarienscheibe kleben. Darin sind mehrere winzige Eipunkte sichtbar.

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