Beschreibung
Hobby Liquizell (50ml) | Flüssiges Startfutter für Artemia & Amano-Larven
Hobby Liquizell ist das entscheidende Startfutter für die kritische Phase nach dem Schlupf von Artemia-Nauplien und Amano-Garnelen-Larven. Nachdem der Dottersack nach 2-3 Tagen aufgebraucht ist, benötigen die winzigen Larven dringend Nahrung. Liquizell überbrückt diese heikle Phase mit ultrafeinem, „atomisiertem“ Phytoplankton in flüssiger Form, das selbst von den kleinsten Mundwerkzeugen problemlos aufgenommen werden kann und so die Überlebensrate massiv erhöht.
Der kritische Moment: Die erste Nahrungsaufnahme
Viele Züchter erleben ein Massensterben wenige Tage nach dem Schlupf. Der Grund: Die Larven sind verhungert. Sie sind noch zu klein und zu schwach, um feste Futterpartikel wie z.B. Pulverfutter aufzunehmen. Liquizell löst dieses Problem, indem es eine „lebende Nährstoffwolke“ im Wasser erzeugt, aus der die Larven ihre Nahrung einfach herausfiltern können. Dies sichert die Überlebensrate und legt den Grundstein für eine erfolgreiche Weiterzucht.
Deine Vorteile im Überblick
- Ultrafeines Erstfutter: „Atomisiertes“ Phytoplankton, klein genug für die winzigen Mundwerkzeuge frisch geschlüpfter Larven.
- Sichert die kritische Phase: Ideal als Erstfutter für Artemia-Nauplien und Amano-Garnelen-Larven.
- Verhindert Massensterben: Überbrückt die Zeit nach dem Aufzehren des Dottersacks.
- Einfache Dosierung: Als Flüssigfutter einfach ins Wasser zu tropfen, wo es sich sofort und gleichmäßig verteilt.
- Ideale Nährstoffbasis: Schafft die Grundlage für ein gesundes Wachstum bis zur Umstellung auf größeres Futter.
- Vielseitig einsetzbar: Eignet sich auch zur direkten Fütterung von Korallen, Muscheln und anderen feinen Filtrierern.
Anleitung: Aufzucht von Amano-Larven mit Liquizell
Die erfolgreiche Aufzucht von Amano-Larven erfordert ein separates Brackwasser-Becken. Liquizell ist hierbei das bewährte Erstfutter.
- Vorbereitung: Richten Sie ein kleines Aufzuchtbecken (ca. 10-20 Liter) ein. Salzen Sie Osmosewasser mit Meersalz auf eine Dichte von ca. 25-30 g pro Liter auf. Eine sanfte Belüftung ohne Ausströmerstein genügt.
- Larven umsetzen (Methoden):
a) Absaugen: Nachdem das Amano-Weibchen im Süßwasser entlassen hat, saugen Sie die Larven vorsichtig ab und überführen Sie sie innerhalb der ersten 2-3 Tage in das Brackwasserbecken.
b) Weibchen umsetzen (Profi-Tipp): Setzen Sie das tragende Weibchen kurz vor dem Entlassen direkt ins Brackwasserbecken (idealerweise in eine Breedingbox). Nachdem es die Larven entlassen hat, muss das Weibchen langsam über mehrere Stunden (z.B. per Tröpfchenmethode) wieder an Süßwasser gewöhnt werden, bevor es zurückgesetzt wird. Dies erspart das mühsame Absaugen der Larven. - Fütterung starten: Beginnen Sie ab dem zweiten Tag im Brackwasser mit der Fütterung. Geben Sie 1-2 Mal täglich wenige Tropfen Liquizell ins Wasser. Das Wasser sollte nur eine sehr leichte, grünliche Trübung annehmen.
- Beobachten & nachfüttern: Füttern Sie erst wieder, wenn die Trübung von den Larven vollständig weggefiltert wurde und das Wasser wieder klar ist. Weniger ist hier absolut mehr!
- Umstellung: Nach ca. 20-30 Tagen, wenn sich die ersten Larven zu fertigen Garnelen umgewandelt haben, kann die Fütterung eingestellt und mit der langsamen Anpassung an Süßwasser begonnen werden.
Anwendung & Dosierung für Artemia
Beginnen Sie mit der Fütterung ab dem dritten Tag nach dem Schlupf der Artemia. Geben Sie 1-2 Mal täglich einige Tropfen Liquizell direkt in die Zuchtlösung. Das Wasser sollte nur eine sehr leichte, kaum sichtbare Trübung annehmen. Füttern Sie erst wieder nach, wenn das Wasser wieder klar ist. Nach ca. 8-10 Tagen sind die Artemia groß genug für den Umstieg auf das pulverförmige Hobby Mikrozell.
Tom’s Tipp
Vor Gebrauch immer kräftig schütteln! Das wertvolle Phytoplankton kann sich am Boden der Flasche absetzen. Nur durch kräftiges Schütteln wird sichergestellt, dass bei jeder Fütterung eine homogene und nährstoffreiche Mischung ins Wasser gelangt und die Larven optimal versorgt werden.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Liquizell
Ist Liquizell wirklich für die schwierige Amano-Aufzucht geeignet?
Ja, absolut. Liquizell ist seit Jahren eines der bewährtesten und erfolgreichsten Futtermittel für die ersten, kritischen Wochen der Amano-Larven im Brackwasser. Die ultrafeinen Partikel sind eine der wenigen Nahrungsquellen, die die Larven in diesem Stadium verwerten können.
Schadet der kurzzeitige Aufenthalt im Brackwasser dem Amano-Weibchen nicht?
Amano-Garnelen tolerieren einen kurzzeitigen Aufenthalt im Brackwasser zum Entlassen der Larven erstaunlich gut. Entscheidend ist jedoch die anschließende, sehr langsame Rückgewöhnung an Süßwasser über mehrere Stunden, z.B. durch die Tröpfchenmethode. Ein direkter Transfer zurück ins Süßwasser würde zu einem osmotischen Schock führen.
Was genau ist „atomisiertes“ Phytoplankton?
„Atomisiert“ ist ein vom Hersteller gewählter Begriff, um den extrem feinen Zerkleinerungsgrad des Phytoplanktons zu beschreiben. Es bedeutet, dass die pflanzlichen Zellen und Nährstoffe in winzigste Partikel zerlegt wurden, die in der Flüssigkeit schweben und so selbst für die allerkleinsten Larvenstadien als Nahrung verfügbar sind.
Kann ich mit Liquizell auch eine „grüne Wasser“-Kultur für die Amano-Zucht ansetzen?
Nein, dafür ist es nicht geeignet. Liquizell enthält totes, zerkleinertes Phytoplankton als direkte Nahrungsquelle. Es enthält keine lebenden Algenkulturen, die sich im Wasser vermehren würden, um „grünes Wasser“ zu erzeugen. Es dient der direkten Fütterung der Larven, nicht der Kultivierung von Futter.
Mein Liquizell riecht nach dem Öffnen etwas streng. Ist es schlecht geworden?
Ein leicht „maritimer“ oder fischiger Geruch ist bei Produkten auf Algen- und Planktonbasis normal und kein Zeichen von Verderb. Solange Sie es nach dem Öffnen im Kühlschrank lagern und es nicht schimmelt oder sich farblich stark verändert, ist es in der Regel gut. Vor jedem Gebrauch kräftig schütteln.
Mein Aufzuchtansatz ist umgekippt. Lag das am Futter?
Überfütterung ist die häufigste Ursache für das Scheitern einer Larven-Aufzucht. Zu viel flüssiges Futter im Wasser führt zu einem Nährstoffüberschuss, den Bakterien zersetzen. Dies verbraucht den gesamten Sauerstoff und das Wasser „kippt“. Dosieren Sie immer extrem sparsam!
Muss ich Liquizell im Kühlschrank aufbewahren?
Ja, für eine optimale Haltbarkeit nach dem Öffnen wird dringend empfohlen, die Flasche im Kühlschrank zu lagern. Vor jedem Gebrauch gut schütteln.




