Beschreibung
Tigergarnele (Caridina cf. cantonensis) – für Fortgeschrittene mit Farbanspruch
Die klassische Tigergarnele begeistert mit kontrastreichen, dunkelbraunen bis schwarzblauen Streifen auf transparentem Grund. Unsere Tiere stammen aus stabiler deutscher Nachzucht (DNZ) und zeichnen sich durch kräftige Zeichnung, Agilität und stabile Vitalität aus.
Steckbrief
| Temperatur | 18–26 °C |
|---|---|
| pH-Wert | 6,5–7,2 |
| GH/KH | 4–10 °dGH / 1–4 °dKH |
| Endgröße | Weibchen bis 3 cm, Männchen bis 2,5 cm |
| Liefergröße | ca. 1,5–2 cm |
| Alterserwartung | ca. 2 Jahre |
| Schwierigkeitsgrad | Mittelschwer (pH- & KH-arm, weiches Wasser erforderlich) |
| Herkunft | DNZ – deutsche Nachzucht der südchinesischen Tiger-Linie |
| Wissenschaftlicher Name | Caridina cf. cantonensis |
Vorteile auf einen Blick
- Kräftige, kontrastreiche Streifenzeichnung
- Stabile, gesunde Tiere aus deutscher Nachzucht
- Zeigen Blauschleier in gut gefilterten, leicht sauren Becken
- Agile und lebhafte Tiere, spannend zu beobachten
- Für erfahrene Aquarianer und Züchter geeignet
Herkunft & Aussehen
Die Wildform stammt aus leicht sauren, kühlen Bergbächen Südchinas. Charakteristisch sind dunkle Vertikalstreifen („Tigerstreifen“) und ein leichter Blauschleier im Körper. In gut gefilterten, leicht sauren Becken intensivieren sich die Farben sichtbar. Deutsche Nachzuchten gelten als besonders robust und vital.
Haltungsbedingungen
Tigergarnelen lieben weiches, pH-armes Wasser. Am besten Osmosewasser, aufgesalzen auf 180–220 µS. Ein aktiver Soil- oder Sandboden hilft, den pH unter 7 zu halten. Wöchentliche Wasserwechsel sorgen für stabile Verhältnisse. Eine moderate Strömung fördert den Sauerstoffeintrag, ohne die Tiere zu stressen.
Sozialverhalten & Vergesellschaftung
Die Art ist friedlich, aber etwas scheuer als Neocaridina. Eine Gruppe von mindestens zwölf Tieren fördert ihr natürliches Verhalten. Vergesellschaftung nur mit ebenfalls weichwasserliebenden Zwerggarnelen, Schnecken oder Zwergflusskrebsen; auf Fische besser verzichten. Keine Haltung mit Bienen- oder Taiwan-Bee-Varianten, da Hybridisierung möglich ist.
Ernährung
Tigergarnelen brauchen feines Staubfutter, um ihren Stoffwechsel in weichem Wasser optimal zu decken. Ideal sind:
- GT essentials Life! (Hauptfutter, besonders für Jungtiere und adulte Garnelen)
- GT essentials Pudding Classic (2–3× wöchentlich als Proteinergänzung)
- Laubblätter-Starterset (dauerhaft im Becken, liefert Ballaststoffe und Mikrofauna)
Fortpflanzung
Als spezialisierter Typ setzen Weibchen 20–30 große Eier an. Jungtiere schlüpfen nach vier Wochen als Minigarnelen und benötigen sofort weiches, sauberes Wasser. Ein feiner Schwammfilter verhindert Ansaugverluste und schützt den Nachwuchs.
Besonderheiten
Die Streifenintensität hängt stark von Bodengrund und Licht ab: Auf dunklem Soil und bei gedämpfter Beleuchtung erscheinen die Linien besonders kontrastreich. Tigergarnelen reagieren empfindlich auf Kupfer – prüfen Sie Heilmittel und Leitungswasserzusätze sorgfältig! Dunkle Lavasteine unter dem Filterauslauf fördern Biofilm und bieten eine natürliche Dauerfutterstelle.
Kurzfristige Temperaturschwankungen werden gut vertragen. Wer Hybriden vermeiden möchte, sollte keine Caridina-Bienen- oder Taiwan Bee-Varianten dazusetzen. Alle gehören zum Caridina cantonensis-Komplex und kreuzen sich leicht.
Lieferumfang
Geliefert wird 1 × Tigergarnele (Caridina cf. cantonensis), Deutsche Nachzucht (DNZ), ca. 1,5–2 cm groß. Andere Varianten (z. B. Mix-Sets, eiertragende Weibchen) bitte separat auswählen, sofern verfügbar.
Tom’s Kommentar
Einige Tigerstämme habe ich getestet, bevor ich mich entschlossen habe, an diesem dran zu bleiben. Dieser Tigerstamm ist überaus agil! Ideal, wenn im Aquarium richtig was los sein soll. Die außergewöhnliche Beweglichkeit macht ihn auch für Kreuzungsversuche spannend, um anderen Linien mehr Agilität „mitzugeben“.
Zur Vermehrung: In härterem Leitungswasser überleben Tigergarnelen – deutlich mehr Nachwuchs kommt jedoch hoch, wenn sie in weicherem Wasser leben. Wer hartes Leitungswasser hat, kann Soilböden oder destilliertes Wasser nutzen. Perfekt ist Osmosewasser, das mit geeigneten Mineralsalzen auf Ziel-Leitwert aufgesalzen wird.
Häufige Fragen zur Tigergarnele (DNZ)
- Wie groß werden Tigergarnelen?
- Weibchen bis ca. 3 cm, Männchen bis ca. 2,5 cm – Lieferung meist als Jungtier ca. 1,5–2 cm.
- Welche Wasserwerte sind optimal?
- Weiches, pH-armes Wasser (pH 6,5–7,2, 4–10 °dGH, 1–4 °dKH) – ideal aufgesalzenes Osmosewasser.
- Was ist beim Bodengrund zu beachten?
- Dunkler Soil fördert kräftige Farben und stabilen pH – Sand geht ebenfalls, sollte aber möglichst feinkörnig sein.
- Wie viele Tiere sollte ich halten?
- Mindestens 12 Tiere, da Tigergarnelen Gruppentiere sind und sich dann am wohlsten fühlen.
- Mit welchen Tieren kann ich Tigergarnelen vergesellschaften?
- Nicht mit Bienen- oder Taiwan-Bee-Garnelen, da Hybridisierung möglich ist. Geeignet sind andere weichwasserliebende Garnelen, Schnecken und kleine Krebse – keine Fische!
- Was ist die häufigste Ursache für Ausfälle?
- Kupfer im Wasser, ungeeignete Medikamente oder zu hoher pH/GH – immer genau prüfen und auf natürliche Wasseraufbereitung setzen!
- Wie gelingt die Aufzucht am besten?
- Feines Staubfutter, Laub und ein Biofilm-reicher Bodengrund fördern Überlebensrate und Wachstum der Junggarnelen.
- Wie lange leben Tigergarnelen?
- Unter optimalen Bedingungen etwa 2 Jahre.




