Beschreibung
„Santarem Red“ ist eine besonders hübsche Mayaca, die noch nicht bis zur Art bestimmt worden ist. Der Handelsname bezieht sich wahrscheinlich auf Santarém im brasilianischen Bundesstaat Pará. Diese grazile, interessant gefärbte Stängelpflanze kam wahrscheinlich zuerst in Japan in den Handel. Bis jetzt ist sie im Aquarienhobby und -handel eine Rarität.
Die Triebe werden mehr als 30 cm lang, 2 cm breit und verzweigen sich mäßig. Der schlaffe, aber relativ zähe Stängel ist weißlich-grün, etwa 0,5 – 0,8 mm dick und dicht mit wechselständigen Blättern besetzt. Die allmählich spitz zulaufenden Blätter sind sehr fein und zart, um etwa 1 cm lang und weniger als einen halben Millimeter breit. Sie haben hell-olivgrüne bis rötliche Töne und eine rote Mittelrippe. Typisch ist, dass die Blätter etwas „knitterig“ aussehen. Die Triebspitzen sind rosa. Die Pflanze kann wahrscheinlich auch eine Landform (emerse Form) bilden und dürfte dann zum Blühen kommen, wie andere Mayaca-Arten. Das Wachstum ist moderat bis schnell.
Mayaca sp. „Santarem Red“ ist eine mäßig anspruchsvolle Aquarienpflanze. Ihre Ansprüche sind vergleichbar mit denen der lange bekannten Mayaca fluviatilis: eher starke Beleuchtung, CO2-Zugabe, eher weiches Wasser und regelmäßige Makro- und Mikronährstoff-Versorgung. Man pflanzt am besten Büschel aus wenigen Trieben mit wenig Abstand zueinander zu einer Gruppe. Gelegentlicher Schnitt führt zu buschigerem Wuchs. So wie alle Stängelpflanzen vermehrt man diese Mayaca durch Kopfstecklinge und abgetrennte Seitentriebe. Das genaue Temperatur-Optimum ist uns nicht bekannt, wir empfehlen aber tropische Temperaturen zwischen etwa 22 und 28 °C.
Mit seiner feinen Textur und hellgrünen, rötlichen bis rosa Tönen zieht das Santarém-Mooskraut als etwa 15 – 30 cm hoher Busch im Aquarien-Mittelgrund die Blicke auf sich. Es dürfte besonders in Kombination mit ungewöhnlichen Pflanzengestalten wie Eriocaulon-Arten interessant wirken. Mit ihrer Kleinheit und Zartheit ist diese Mayaca auch gut für Nano-Becken geeignet.




