Beschreibung
Der Zwerg-Kleefarn, Marsilea crenata, ist ein hübscher Wasserfarn aus dem tropischen Asien und Australien, der im Aquarium einen kleinblättrigen Teppich bildet. Teilweise gilt M. crenata auch als Synonym von Marsilea minuta und wird so z.B. von der Firma Tropica gelabelt. So wie andere Marsilea-Arten wächst dieser Farn in der Natur in verschiedenen Feuchtgebieten wie Sümpfen, Reisfeldern und Überschwemmungsgebieten. In der Landform wachsen an den kriechenden Rhizomen wie Glücksklee aussehende, lang gestielte Blätter mit vier Fiedern. In dieser emersen Form kommt Marsilea crenata auch meistens in den Handel.
Im Aquarium wachsen nach einiger Akklimatisierungszeit neue Austriebe mit viel kürzeren submersen Blättern, während die alten emersen Blätter langsam absterben und abgeschnitten werden können. Die Unterwasserblätter sind meistens ungeteilt mit kleiner, rundlicher bis spatelförmiger Blattspreite und selten mehr als 5 mm breit. Sie sind deutlich kleiner als die submersen Blätter von Marsilea hirsuta. Manchmal entwickeln sich auch unterschiedlich hohe zwei-, drei- oder viergeteilte Blätter. Marsilea crenata breitet sich mit ihren Ausläufern mäßig schnell im Aquarium aus. Der Teppich wird ungefähr 1 – 3 cm hoch.
Marsilea crenata ist als Aquarienpflanze robust und kommt mit relativ wenig Licht zurecht, auch der CO2-Bedarf ist gering. Der Zwergkleefarn entwickelt sich jedoch am schönsten bei wenigstens moderatem Licht und vollständiger Nährstoffversorgung, auch über das Substrat, und CO2-Zugabe.
Emerse Topfpflanzen teilt man nach dem Entfernen der Steinwolle am besten in mehrere Stücke und steckt sie mit etwas Abstand zueinander in den Bodengrund. Wenn sich Wurzelstock-Austriebe mit submersen Blättern entwickeln, sterben die alten emersen Blätter allmählich ab und können abgeschnitten werden. In vitro-Pflanzen teilt man nach dem Abwaschen des Nährmediums ebenso in mehrere Stücke und pflanzt sie ein.
Mit der Zeit wachsen die im Boden oder oberirdisch kriechenden Rhizome zu einem Teppich zusammen. Gelegentliches Herunterschneiden verhindert, dass der Teppich zu dick wird und sich schließlich vom Boden ablöst. Die Vermehrung ist einfach durch abgeschnittene Rhizomstücke, die in den Boden gesteckt werden.
Besonders bei Marsilea aus In vitro-Bechern weisen neue Blätter eine bräunliche Färbung auf. Sie sind keinesfalls abgestorben.
Der Zwergkleefarn ist ein relativ anspruchsloser, wenig lichtbedürftiger, vielseitig verwendbarer Bodendecker. Marsilea crenata eignet sich mit ihren Blättern, die deutlich kleiner sind als beim Australischen Kleefarn (M. hirsuta), gut für kleine bzw. Nano-Aquarien. In der emersen Form bildet dieser wie Glücksklee aussehende Farn einen hübschen Akzent in Paludarien und Wabi-Kusa.



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