Beschreibung
Riccardia-Arten sind zierliche, filigran wirkende, dunkel- bis mittelgrüne Lebermoose, die auch als „Korallenmoos“ und „Mini Pellia“ bekannt sind. Sie heften sich mit Rhizoiden (Haftorganen) an Holz oder Gestein fest und bilden kompakte Polster oder Rasen. Weltweit gibt es viele, schwer bestimmbare Riccardia-Arten, und auch im Aquarienhobby sind mindestens drei verschiedene Riccardia-Typen in Kultur.
Das als Riccardia chamedryfolia gehandelte Korallenmoos ist wahrscheinlich nicht korrekt bestimmt, daher bezeichnen wir es vorläufig als Riccardia sp. „chamedryfolia“. Es hat recht feste, relativ schmale Thallus-Äste, die bei guter Beleuchtung dicht fiederig verzweigt sind. Unter Schwachlicht werden die Äste länglich und wachsen aufsteigend.
Korallenmoos stellt keine allzu hohen Ansprüche, sieht aber am besten bei wenigstens mittlerer Beleuchtungsstärke, CO2-Zusatz und vollständiger Makro- und Mikroährstoffversorgung aus. Es sollte in bereits eingefahrene, gut laufende Aquarien gesetzt werden. Gute Beleuchtung fördert kompakte Polster mit filigran verzweigten Ästchen. Man kann Riccardia aufkleben, aufbinden oder auch einfach in die Fugen und Spalten des Hardscape stopfen. Wenn die Polster allzu groß werden, lösen sie sich irgendwann vom Untergrund ab. Gelegentliches Beschneiden der Polster ist daher zu empfehlen.
Riccardia sp. „chamedryfolia“ lässt sich vielfältig im Aquascaping einsetzen, um Holz und Gestein zu begrünen. Mit seiner filigranen Struktur und seinem langsamen Wuchs ist dieses Lebermoos auch ideal für Nano-Aquarien geeignet.




